Interessieren Sie sich auch für das Thema "Dialog" und wollen mehr darüber wissen? Sicher haben Sie auch "irgendwie" eigene Vorstellungen dazu. Ich will deshalb nicht mit der Tür ins Haus fallen, dennoch schon mal andeuten, weshalb mir es im Kopf herumspuckt. Vor zwei, drei Jahren bin ich auf David Bohm gestoßen, durch Zufall, weil ich spontan etwas von Jiddu Krishnamurti auf Youtube sehen und hören wollte. Von Zeit zu Zeit tut es mir gut ihn zu hören oder etwas von ihm zu lesen. Ich kann mich und meine Gedanken danach besser „sortieren“ und leichter Abstand von ihnen nehmen.
David Bohm kommt ursprünglich von der theoretischen Physik, war aber zeit seines Lebens an menschlichen Belangen interessiert und wollte verstehen, was eigentlich schief läuft.
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Zusammen mit seiner Frau Sarah imitierte er Dialoggruppen (https://bohmdialogue.org/index.html und https://www.davidbohmsociety.org/). Verkürzt würde ich sagen, er verknüpfte sein Wissen und seine Erkenntnisse aus der theoretischen Physik mit dem, was Menschen so tun und denken, was sie bewegt, wie sie (wir) miteinander kommunizieren und wie dies ihr (unser) Zusammenleben beeinflusst.
David Bohms Ausgangspunkt ist das Denken. Er und Krishnamurti sprachen darüber in mehreren Gesprächen. Gedanken sind "alt" (das habe ich bei Krishnamurti aufgeschnappt) und wirken - ob wir wollen oder nicht - bei allem mit. Das Denken selbst sollte sich deshalb dieser Tatsache bewusst werden, indem die Gedanken ähnlich wie bei der Meditation beobachtet werden. Im Gespräch nun - im Dialog - könnten wir dies genauso betreiben, wie wir es machen, wenn so vor uns hindenken und uns dabei beobachten - nur eben gemeinsam. Das heißt allerdings nicht, dass nun alles laut ausgesprochen werden sollte, sondern mehr in dem Sinne, dass sich jeder selbst mehr beobachtet und seine Gedanken, Vorurteile, Emotionen usw. mehr in der Schwebe hält. Es gilt zu erkunden, ob und inwieweit die Gruppe, Gemeinschaft davon profitiert.
Ich verstehe, dass es ein wenig an Gesprächsrunden von Selbsthilfegruppen erinnert. Ich muss aber auch gestehen, dass ich ein gestörtes Verhältnis zum Begriff "Soziokultur" habe, weil das immer nach Bedürftigkeit klingt, und es nach staatlicher Förderung und Krankenkasse muffelt. Für mich ist es die ursprüngliche Kultur von Menschen, die in Gemeinschaft ohne Bevormundung leben. David Bohm, Donald Factor and Peter Garrett bemerken dazu:
Some notion of the significance of such a Dialogue can be found in reports of hunter-gatherer bands of about this size [20, 30, 40 Leute] who, when they met to talk together, had no apparent agenda nor any predetermined purpose. Nevertheless, such gatherings seemed to provide and reinforce a kind of cohesive bond or fellowship that allowed its participants to know what was required of them without the need for instruction or much further verbal interchange. In other words, what might be called a coherent culture of shared meaning emerged within the group. It is possible that this coherence existed in the past for human communities before technology began to mediate our experience of the living world.
(Quelle: https://dialogue.directory/proposal.html#purpose-and-meaning).
Jetzt habe ich angedeutet, um was es mir geht. Ich wollte es eigentlich kurzhalten und nur „irgendwie“ mit jemandem in den Dialog über den Dialog kommen – Ist da draußen jemand? (Hallo liebe KI) Ich könnte noch etwas über Quantentheorie und David Bohms Implizite Ordnung oder Rupert Sheldrakes morphogenetische Felder schreiben, aus absoluter Laiensicht versteht sich. Ich habe beispielsweise David Bohms Buch "Der Dialog" vor mir liegen und seine „Implizite Ordnung“. Da gibt es noch viel zu verstehen …
Soweit fürs erste Mal, später folgt vielleicht mehr.